| Sonntag -
10.09.06 |
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Mein aktuelles Projekt:
Ein Wandbild für eine Musikschule mit integrierter Kindertagsstätte. |
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| Bewaffnet mit Farben, Pinseln, Musik, Pepsi, Subway-Baguette, Tabak und einer Flasche Wein mach ich mich an die Arbeit. Von 13:30 bis 21 Uhr. Fertig werden die Wolken, das Grundgrün und die obere Hügelkette. Total kaputt und leicht betrunken falle ich nicht viel später ins Bett und verbringe den Sonntag genüsslich mit NICHTS (und etwas Muskelkater). |
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Sehr ähnlich verlief auch der gestrige Tag.
Diesmal lasse ich den Baum wachsen (Vorzeichnen liegt mir nicht
besonders), der allerdings nicht fertig wird, da der feine Pinsel seine Borsten in alle Himmelsrichtungen streckt und zu keiner klaren Linie mehr
fähig ist, und bereits etwas Gras in einer Ecke sprießen. Außerdem meldete
sich spätestens ab 20 Uhr mein Körper und bittet nachdrücklich um eine
Auszeit. Weiter geht es nun nächsten Samstag, wo ich zum Glück mal den ganzen Tag zur Verfügung habe und auch fertig werden muss. |
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Ich gebe öffentlich zu: Ich bin
ein Jäger und Sammler. Nicht nur, was Bücher betrifft. Ich kann mich von
vielen Dingen einfach nicht trennen. Sehr zum Leidwesen meines näheren
Umfelds... Aber hier zeigt sich wieder, wie nützlich das sein kann: Meine
Chucks dürften ihr 18. Lebensjahr bereits überschritten haben und
leisten bei solchen Aktionen immer noch gute Dienste! Das Trampolin ist übrigens längst eingetroffen und wird mit großem Vergnügen genutzt. Die Glyx-Kochbücher allerdings nicht. Noch nicht. Ich kann mich momentan einfach nicht aufraffen. Ein größeres Projekt auf einmal reicht ja auch. Mal gucken, welches ich als nächste Ausrede benutzen kann. Meine Bücher vom August werden bald (vielleicht noch heute?) im Wortschatz besprochen. Meine aktuelle brandheiße Empfehlung: "Ich und die anderen" von Matt Ruff ("Fool On The Hill")! Am Freitag begonnen, gestern ausgesetzt, heute Nacht weitergelesen (mit heftigem Brand gegen 2 Uhr wachgeworden und fast zwei Stunden mit Wasser trinken und lesen verbracht) und am Nachmittag beendet. Ein irre guter Roman über zwei Menschen mit Multipler Persönlichkeit - sehr spannend, sehr interessant und Unterhaltung auf hohem Niveau! |
| 25.09.06 -
Montag |
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Mit letzter Kraft Zieleinlauf: URLAUB! Ganz so schlimm ist es nicht, aber die vergangenen Wochen hatten es ganz schön in sich. Das Projekt Wandbild ist mittlerweile abgeschlossen. Vorletzten Samstag, am 17.09., nach weiteren 10 Stunden Arbeit den letzten Pinselstrich getan. Den Baum gekrönt, mit einem feinen Pinsel sauber beschnitten und dünne Äste hinzugefügt. Danach konnte ich dem Gras beim Wachsen zusehen. Zuhören war nicht möglich. Musik zu laut. |
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| Wäre es still um mich herum gewesen, hätte ich wohl ständig die Ohren gespitzt. Denn ich war fast allein in dem großen Gebäudekomplex (nur manchmal hörte ich irgendwo Türen klappen oder Schritte) und konnte mich weder in dem Zimmer, noch in der Musikschule einschließen. Aus Sicherheitsgründen (?) kann man die Tür nur von Außen abschließen. |
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| Mit fünf Plastikbechern
(3x Grün, 1x Gelb, 1x Weiß) und drei verschiedenen Pinseln bewaffnet,
kämpfte ich gegen die Phantasie(n). "Wer keine Angst hat", sagte Erich Kästner mal in einem
Interview, "hat keine
Phantasie".
Ich hab gewonnen. Ich hatte so viel Spaß bei der Sache, dass ich die Gedanken darüber gut verdrängen konnte. Na ja, und ich hatte das Glück, dass sämtliche Ängste sowieso umsonst waren. |
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| Fertig! Nicht ganz freiwillig, aber die Zeit ist abgelaufen, die gewünschte Landschaft auf der Wand, mir tut alles weh und Augenlider und Arme sind bleiern schwer. Ansonsten hätte ich gern noch ein paar Stündchen mit Kleinigkeiten verbracht, hier und da ausbessern, hinzufügen, verfeinern... Doch ich bin zufrieden mit dem Ergebnis unter den gegebenen Umständen und male mein Signum an den Rand. |
| 26.09.06 -
Dienstag |
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| Was für ein herrlicher Gammeltag! Wir lassen es uns gut gehen, diese Kunst beherrschen wir perfekt, dafür hätten wir alle vier den schwarzen Gürtel verdient. Am Vormittag auf der Couch "Zusammen ist man weniger allein" von Anna Gavalda beendet. Ein hübsches Buch, mit sympathischen Figuren in einem verzaubernden Großstadtmärchen, etwas Gutes für die große Masse (vorprogrammierter Taschenbuchbestseller, denn schon die gebundene Ausgabe hielt sich monatelang an der Spitze). Nun hab ich mir das "Anarchoshnitzel" von Oliver Maria Schmitt aus dem Stapel gezogen. "Anarchoshnitzel schrieen sie - Ein Punkroman für die besseren Kreise". Der Titel ist vielversprechend und steigert die Neugier darauf, was sich wohl zwischen den Buchdeckeln verbirgt! | |
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| Den Sonntag in
Berlin verlebt. Besser gesagt: Diesmal bei Berlin, nämlich direkt
daneben in Brandenburg. Im Gartenidyll ein Haufen geliebter Menschen, Sonne,
Kuchen, Gegrilltes, herumwuselnde Kinder und Hunde. Und in der Nacht um
1:50 Uhr auf ARTE endlich die Stephen King-Doku gesehen, die ich am
Freitag verpennt hatte. ... Stunden sind vergangen ... eigentlich ist jetzt schon seit einigen Minuten Mittwoch. Ich hör endlich mal wieder Kuttners (ja, das der Papa von der Sarah) Sprechfunk auf Radio Fritz. Neben mir werfen die beiden neuen Grönö-Lampen (natürlich vom freundlichen Schweden) ihr sanftes Licht in den Raum. Watt sonst noch? Nach ausgiebiger und nervenaufreibender Wohnungsputzaktion (nie benutzte aber dekorativ verpackte Ägyptische Erde [extrem rotbrauner Puder fürs Gesicht] Jahrgang 1990 wurde im Eifer des Gefechts zur Farbbombe im Bad, eine höllische Sauerei, und eine der beiden Katzen hatte auf Klo schlecht gezielt, eine tierische Schweinerei), incl. Balkon und aller Fenster, und anschließendem Pasta & DVD-Menü sind wir müde, faul, satt und zufrieden... und morgen wieder ausschlafen... Urlaub ist schon ne feine Sache! |
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