04.11.06 - Samstag

Um gleich die Schönste aller Neuigkeiten in die unendlichen Weiten des Netzes hinauszuposaunen:

ICKE HAB NU' ENDLICH 'NEN UNBEFRISTETEN ARBEITSVERTRACH!!!!

Und ich bin verdammt froh darüber! Es ist heutzutage ne Menge wert, nen Job zu haben, und geradezu Gold wert, wenn man sich dort auch noch wohl fühlt, glückliche Momente erlebt und nette Kollegen hat! Kinders, watt freu ick mich!!!!

Seit zwei Jahren schon bin ich Buchhändlerin und gehe jeden Morgen mit dem angenehmen Gefühl zur Arbeit, dass ich keine Blutabnahmen machen muss oder es sonstige Dinge gibt, die ich sehr ungern mache. Ich hab mich an den Dresdner Dialekt gewöhnt, was anfänglich manchmal SEHR anstrengend war, ich kann den ganzen Tag auf den Beinen verbringen, ohne dass mich meine Beine umbringen, ich hab meine Stammkunden, ich hab unser Sortiment gut im Kopf, weiß, wo was steht, und kenn einige Tricks und Kniffe, um die gewünschten Bücher zu finden, auch wenn der Kunde weder Titel noch Autor weiß, was recht oft vorkommt. 
Und: Ich komme günstiger oder häufig auch umsonst an meinen Stoff und sehe meiner Privatbibliothek stolz beim Wachsen zu.

Sturmfreie Bude heute Nacht, ausgeruht vom Mittagsschlaf nach der Arbeit, doch seit dem das Gefühl, es wäre schon mindestens drei Stunden später. Mir fällt nix ein, was ich jetzt machen könnte, was ich sonst nicht mache, also mach ich dass, was ich immer mach: Ich sitz hier im Arbeitszimmer und wurschtele rum. Trinke was, rauche, hör Musik (bisher Perl Jam, Red Hot Chili Peppers, Wolfsmother und Alice Cooper, gerade Element Of Crime), nebenan im Bad rödelt die Waschmaschine vor sich hin und ich knabbere hin und wieder an einem ollen Kürbiskernbrötchen von Gestern.
Morgen schöner Gammeltag mit dem Mann meines Herzens. Das wahre Glück ist, dann und wann Zeiten der absoluten Zufriedenheit zu erleben und als solche erkennen! 

GeMisChteS:

- "Der Schrecksenmeister" von Moers erscheint statt im November erst im Dezember. Maaaanoooo!
- Tägliche Spamattacken aufs Gästebuch. Maaaaannnnnnnn!
- Wetter. Bäh!
- Kommenden Mittwoch: SciFi- und Fantasy-Seminar vom Lübbe Verlag. Nette Abwechslung!
- Bestellt: Die Superluxusausgabe von "Brennen muss Salem" vom King. Man gönnt sich ja sonst nix! (Oder um es mit Homer Simpsons Worten zu sagen: "Juchu!")
- Genau vor einer Woche letzter Kinobesuch: "Ein Freund von mir", in "Anwesenheit des Regisseurs", der im Anschluss Fragen beantwortete. Gesamtnote für Film und Abend: Glatte 1!
- Mails: Ich melde mich bald!
- Höre gerade: "Good Friday" von CocoRosie
- Mache jetzt hier: Feierabend!

 

13.11.06 - Montag

Ein langes Wochenende liegt hinter mir, eine lange Woche vor mir. Die letzten drei Tage:
E N T S P A N N T . . .
Samstag und Sonntag bin ich einem herrlichen Leserausch zu Opfer gefallen. Mit kurzen Unterbrechungen für menschliche Bedürfnisse, die der Entspannung keinerlei Abbruch taten, im Gegenteil. Ich habe (ENDLICH!!!) "Love" von Stephen King gelesen, ganz anders als sein letztes Werk "Puls", ruhiger, unblutiger, sensibler, trauriger, dennoch sehr spannend, stimmungsvoll und ein echter King. Toll! Danach "Septimus Heap (2) - Flyte" von Angie Sage ausgelesen und "Schwarzer Sonntag" von Garth Nix ("Was liest Du gerade?" - "Nix, Garth Nix") begonnen. Toll und nochmal toll! Beide inhaltlich und optisch erstklassige Jugendbücher, die auch Erwachsenen Spaß machen. Ich reite momentan auf einer perfekten Lektürewelle, hoffentlich fall ich nicht so bald vom Brett! In der engeren Auswahl für den Anschluss: "Sabriel" von Garth Nix, "Total verhext" von Terry Pratchett, "Die Rebellin" von Trudi Canavan. Was alles mehr oder weniger ebenfalls in den Fantasy-Bereich gehört, wie mir gerade auffällt... egal.
Ich hab die letzten Tage jedenfalls sehr genossen, das vorletzte lange Wochenende in diesem Jahr. Wahrscheinlich muss ich neben all den langen Adventssamstagen auch mal einen Adventssonntag arbeiten. Hhm. Blöd. Aber der Dezember wird ohnehin an mir vorbeirauschen. Viel Arbeit, viel Stress, und keine Zeit, um darüber nachzudenken.
Manchmal, wenn ich mich so nach einigen Lesestunden von der wunderbaren und saubequemen Lesecouch im Arbeitszimmer erhob, meldete sich eine leise innere Stimme, die vorschlug, doch mal etwas Produktives zu tun, z.B. Mails schreiben (SORRY, SORRY, SORRY), hier an der Seite basteln (Oktober-Lesebericht), zu Scrappen oder an der aktuellen Leinwand weitermalen (na gut, heute ein bisschen, wieder in Gesellschaft von Gabriel Burns), aber ich konnte mich zu nichts aufraffen. Und dann hat es auch keinen Sinn. Das antwortete ich auch der leisen Stimme, die daraufhin einsichtig verstummte und mich weiterlesen ließ.

Nun verstumme auch ich für heute. Gute Nacht!