| 15. Januar
2007 - Montag 2007 - BÖLLER UND BLOGS GESICHTET Das Jahr erfolgreich gewechselt und guter Dinge. Beinahe hätte ich auch diesen Hintergrund hier gewechselt und Euch in einem schicken Kassiber-Blog empfangen. Praktisch sind die Dinger schon: Nicht Monat für Monat eine neue Seite erstellen und an jedem Eintrag basteln, sondern einfach drauflos schreiben und abschicken. Fertig. Aber so richtig gefallen haben mir die kostenlos verfügbaren Blogs nicht, hab mich in der vergangenen Woche ausgiebig im Netz umgesehen. Doch der Auftrag ist schon beim Fach- und Lieblingsmann eingegangen und ich bekomme demnächst einen eigenen. |
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| 27. Januar -
Samstag AUSGESETZT oder KUNDEN SIND AUCH NUR PATIENTEN Heute haben wir im Laden wieder ausgesetzte Bücher entdeckt. Das ist ein ganz merkwürdiges Phänomen: Alle paar Wochen/Monate finden wir fremde Bücher in unserem Sortiment, meistens sehr gut erhalten bis neuwertig. Bestimmt meinen es die Menschen nur gut, sie könnten sie ja auch einfach wegwerfen (was natürlich viel grausamer wäre), aber wir können damit gar nichts anfangen (wegen Warenwirtschaftssystem usw.) und verschenken sie darum meistens. Oder nehmen sie selbst mit, wie ich es heute mit zwei Romanen von Isabel Allende tat. Dabei gibt es doch so viele andere Möglichkeiten, sich seiner Bücher zu entledigen: Verschenken (wenn sich kein Verwandter oder Bekannter findet, Schulen oder Büchereien freuen sich immer!), Bookcrossing (zwar etwas aufwendiger, aber eine spannende Angelegenheit!) oder natürlich Antiquariate. Meine Idee wäre noch: Bücherklappen! Ähnlich wie die Babyklappen. Die könnten aussehen wie Briefkästen. Der Inhalt würde dann für einen guten Zweck genutzt werden. ("Das alles und noch viel mehr, würd' ich machen, wenn ich König von Deutschland wär'..." Rio Reiser) Und wo ich gerade beim Thema Arbeit bin: Gestern passierte mir einer der Klassiker! Eine ältere Kundin kam zu mir und hielt ein Kalenderblatt in der Hand. Es war aus einem Tagesabreißkalender, schmucklos, darauf nur das Datum und ein Zitat. Keinerlei Angaben zum Verlag oder Titel des Kalenders. Sie lächelte mich an und sagte: "Diesen Kalender hätte ich gern für dieses Jahr!" Mal abgesehen davon, dass die ersten Kalender schon Ende November vergriffen sind, mittlerweile fast die Hälfte bereits an die Verlage zurückgeschickt wurde und der Rest zum halben Preis verkauft wird, wir also kaum mehr aktuelle bestellen können, erinnerte mich das an die Arbeit als Arzthelferin. Hier das gleiche Prinzip: Patientinnen hielten strahlend eine einzelne Tablette in der Hand, einfarbig, auf beiden Seiten glatt, und wünschten sich ein Rezept für genau dieses Präparat. Ohne Glaskugel oder weitere Informationen lässt sich da leider selten helfen. |